Provence – Übernachtung, Essen, Märkte

Provence – Übernachtung, Essen, Märkte

Ich habe ganz kurzfristig erfahren, dass ich in einer Woche Sommerferien nehmen könnte. Eigentlich ist die Hochsaison nicht so unserer Reisezeit da alles massiv teurer ist, alle schönen Orte von Touristen überschwemmt werden und es sich zu Hause oft auch gut aushalten lässt. Da wir aber beide dringend eine Pause brauchten habe ich mich kurzerhand daran gemacht das perfekte Örtchen zu finden. Am liebsten etwas kleines, ruhiges, mit Stil – kein all-inclusive Bunker am Strand mit Animation (Ich habe eine ganze Sammlung solcher Hotel Juwele auf meiner Pinterest Pinnwand). Dank dem Tipp einer Freundin bin ich fündig geworden und es war tatsächlich noch so kurzfristig ein Zimmer frei, in Aix-en-Provence :-).

Darf ich vorstellen:

Mas des Micocouliers

Das Anwesen bietet 5 Unterkünfte an (3 x 2 Personen, 2 x 2-4 Personen), die alle mit einer kleinen Küche ausgestattet sind, Babybett und Fön werden bei Bedarf gratis bereitgestellt. Wir hatten das Laurier-Rose Studio für 95.- Euro/Nacht inkl. Frühstück (84.- Euro/Nacht ohne Frühstück). Leider hat mein Mann die Fotos von unserem Zimmer gelöscht aber die Bilder auf der Website entsprechen der Realität.

Die rechte Türe war unsere, die Türe links davon ist das identische Zimmer Olivier Studio. Alles war sehr sauber und das Bett unglaublich bequem. Ein einziger Nachteil bei diesen beiden Zimmer ist, dass es kein weiteres Fenster gibt ausser im Badezimmer und man Nachts bei der Hitze entweder die Türe auflassen muss oder fast erstickt. Es ist zwar ein Ventilator vorhanden aber wir haben eine Woche mit 36°C erwischt und als wir die Türe Nachts geöffnet haben sprang prompt eine Katze zu uns ins Bett…

Das Frühstück wurde entweder am Pool, im Garten oder vor dem Zimmer serviert. Es gab täglich Baguette, Croissants und süsse Stücke mit Butter und Marmelade sowie entweder frische Früchte oder Joghurt. Dazu Saft und Kaffee, Tee, heisse Schokolade.

Der grosse Garten mit den alten Bäumen bietet ganztags Schatten sowie Sonnenplätze. Liegestühle sind genügend vorhanden und es gibt kaum etwas entspannenderes als beim Zirpen der Grillen, Zikaden oder was das für Insekten sind im Garten zu lesen oder zu schlafen. Der Erholungseffekt an diesem friedlichen Ort ist garantiert!

Die englischen Besitzer, Julie und David Fuller, haben den Besitz vor ca. 10 Jahren übernommen nachdem es grundlegend renoviert wurde und führen es seither mit viel Liebe und Engagement. Sie sind immer um das Wohl ihrer Gäste bemüht und haben unzählige Ausflugs- und Restaurant Tipps parat.

Alle Emailkorrespondenz wurde jeweils prompt, hilfreich und sehr freundlich beantwortet.

Die Studios können alle auch für längere Zeit gemietet werden, über die Wintermonate wird kein Frühstück angeboten.

Die Kunst- und Kulturstadt Aix-en-Provence ist nur 3 km vom Mas des Micocouliers entfernt.

Cours Mirabeau, Aix-en-Provence

Fast täglich gibt es einen Nachtmarkt auf dem Cours Mirabeau wo einheimische Künstler und Handwerker allerlei verkaufen. Unter der Woche gibt es diverse Märkte an verschiedenen Orten der Stadt und auch in den umliegenden Ortschaften.

Die Stadt, in der einst Cezanne lebte, bietet viele Museen, Konzerte, eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Restaurants und die grosse Altstadt hält jedes Geschäft bereit das man sich nur wünschen könnte.

Wenn Ihr Sushi auch so liebt wie wir legen wir Euch das KOI Japanese & Teppanyaki Food Restaurant sehr ans Herz! Der Chef legt auch gerne eine Show-Koch-Einlage hin und bereitet vor den Augen der Gäste ein spektakuläres japanisches Menu zu.

Im japanischen Restaurant Yoji haben wir ein Korean Barbecue gegessen. Dazu hat mein einen kleinen Kocher auf dem Tisch worauf man hauchdünn geschnittenes Rindflisch und Gemüse brät.

Nur 5 Minuten zu Fuss vom Mas des Micocouliers entfernt befindet sich ein phantastisches Fischrestaurant Toinou. Sie servieren zu guten Preisen fangfrischen Fisch und Seafood in sehr modernem Ambiente. Das besondere an diesem Restaurant ist die “Picnic Option”. Man bekommt das gleiche Essen zu einem etwas günstigeren Preis wenn man es im angegliederten Fischgeschäft auswählt und zubereiten lässt….

… und dann mit seinem “Picnic” in den Restaurantgarten geht um dort seine Leckerein zu verspeisen.

15 km ausserhalb von Aix-en-Provence befindet sich das kleine Bergdorf Vauvenargues.

Der Ort ist einerseits Ausgangslage für viele Wanderungen andererseits befindet sich hier das Château des Vauvenargues in dem Pablo Picasso gelebt hat und auch beigesetzt wurde. Leider wurde es erst einmal in 2009 der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Daher muss man sich mit einen Blick aus der Ferne begnügen.

Diesen Blick auf das Château und die Berge hat man übrigens vom Restaurant Le Couscoussier de Provence wo man eine feine Tagine geniessen kann.

Ein Ausflug in das Bergstädtchen Gordes lohnt sich vor allem am Dienstagvormittag wenn der Markt stattfindet. Gordes ist als Plus beaux villages de France (Schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert.

Nur wenige Kilometer von Gordes entfernt befindet sich Roussillon, ein weiteres Bergstädtchen das auch als Plus beaux villages de France (Schönste Dörfer Frankreichs) klassifiziert wurde. Der Ort ist besonders wegen seiner ockerfarbenen Erde bekannt aus dem auch der Farbstoff gewonnen wird.

Die Woche in der Provence hat uns sehr gut gefallen und wir werden bestimmt wiederkommen. Aber nicht mehr im Hochsommer bei 36°C sondern eher im Frühling oder im Herbst. Auch würde ich gerne einmal die violetten Lavendelfelder sehen die leider schon geerntet waren als wir ankamen.

Wart Ihr schon mal in der Provence? Habt Ihr einen Tipp für uns? Erzählt uns doch davon unten in den Kommentaren.

Bis zur nächsten Reise!

Eure

P.S. Ich wurde von keinem der genannten Restaurants oder Hotels beauftragt diesen Beitrag zu schreiben, auch habe ich keine Vorteile dafür erhalten. Der Bericht entspricht meiner persönlichen Meinung und soll Euch dabei helfen Eure nächste Reise zu planen.

Boutique Hotel beim Gardasee

Boutique Hotel beim Gardasee

Wie ich schon vor einigen Tagen auf Facebook erwähnt habe, hat es uns dank einem Blogeintrag, über den ich gestolpert bin, in ein wunderhübsches Hotel am Gardasee verschlagen. Wir haben zwei Nächte dort verbracht auf unserer Reise in die Toskana. Es ist so ein besonderer Ort, dass ich ihn dir nicht vorenthalten möchte!

Das kleine Boutique Hotel mit nur 12 Zimmern (jedes Zimmer ist komplett anders eingerichtet) liegt nur 10 Min. von Salò entfernt im alten Dörfchen Limone in der Gardaseeregion.
Bereits meine E-Mail Anfrage nach einem freien Zimmer, wurde persönlich und äusserst freundlich von Ilaria beantwortet.

Gleich bei unserer Ankunft im Hotel Villa dei Campi wurde uns erst einmal ein Stück hausgemachter Kuchen und eine Auswahl an Wein, Kaffee und Bio-Getränken (sehr, sehr lecker und erfrischend) angeboten, die wir auf der schattigen Terrasse geniessen durften.

Das Hotel liegt in einem wunderschönen gepflegten Garten mit Schwimmteich und ist eine Oase der Ruhe und Erholung.

Das Hotel verfügt über eine kleine Kinderspielecke im Eingangsbereich sowie einem tollen Wellnessbereich mit Sauna, Dampfbad und Jacuzzi (leider habe ich von beidem kein Foto gemacht aber die auf der Homepage sind originalgetreu).

Ein leckeres Frühstück (8:00 – 11:00 Uhr) ist im Preis inbegriffen und besteht aus einem Buffet mit frischem Brot, Wurst, Käse, Fruchtsäfte (alles Bioprodukte aus der Region), süssen Stückchen, Cerealien, Obst, frischen Eiern in allen Varationen, etc.

Es wird täglich ein Abendessen angeboten, welches man bis 13:00 Uhr reservieren muss. Jeden Tag gibt es ein anderes Menu für einen phantastischen Preis. Wir hatten für 15.- Euro pro Person Wasser, Wein, 1. Gang: Lachs, 2. Gang: drei Sorten Pizza, Dessert: Schokokuchen mit firschem Obst. Das Abendessen wird jeweils im Gewölbekeller serviert.

Wir haben das Zimmer 4 Terra bewohnt. Es ist eines der kleinen Zimmer (die meisten Zimmer sind grösser) und wie es der Zufall so will, ist es auch eines der 3 rollstuhlgängigen Zimmer. Seitdem ich einige Jahre in der Paraplegie gearbeitet habe, ist mir ständig bewusst wie schwierig es ist, ein brauchbares Hotelzimmer für Rollstuhlfahrer zu finden. Meist sind sogenannte behindertengerechte Hotels kaum brauchbar im Rahmen einer Querschnittlähmung. Dieses Hotel kann ich zu 100% jedem Rollstuhfahrer/in empfehlen (die einzigen Minuspunkte die ich finden konnte, waren der Tretmülleimer im Bad und der gekieste Parkplatz). Das Zimmer hatte einen tief angesetzten Fenstergriff, genug Platz um das Bett und im Bad um zu manövrieren, der Kleiderschrank ist mit einer Stange ausgestattet, um die Kleiderstange herunterzuziehen, im Bad sind Waschbecken und Spiegel tiefer angebracht, die Dusche ist barrierefrei befahrbar mit Duschsitz und Haltestange, auch die Toilette ist höher angebracht inkl. Haltestange. Es hat Alarmknöpfe beim WC und in der Dusche und jeder Bereich des Hotels ist mit dem Rollstuhl zugänglich.

Wir haben die Zeit in Limone im Hotel Villa dei Campi sehr genossen und werden bestimmt wieder einmal dorthin kommen.

Mehr Infos findet Ihr auf www.hotelvilladeicampi.com

Ich wünsche dir einen weiterhin wunderschönen Herbst (hier in der Toskana ist es zumindest herrlich warm und sonnig)!

Deine,

Roadtrips mit Kids

Roadtrips mit Kids

Man glaubt es kaum, aber ich habe seit drei Wochen keine ruhige Stunde gefunden, um diesen Blogpost zu schreiben. Wir stecken mitten in der Hochzeits-Geburtstags- und Grillparty Saison (und lieben jeden Moment davon!) was viele Termine aber auch das Basteln, Kaufen, Zusammenstellen vieler Geschenke beinhaltet (ich habe einige coole Hochzeitsgeschenkideen inkl. eines „Hochzeitsadventskalenders“ umgesetzt, die ich dir dann nach den Hochzeiten vorstellen werde – jetzt kann ich das noch nicht da die neugierigen Augen überall sind:-) ).

Gestern sind unsere 4 Nichten und Neffen mit ihren Eltern zu einem 8-wöchigen Road-Trip mit einem Klappzeltanhänger quer durch Europa aufgebrochen (wie gerne wäre ich bei diesem grossartigen Abenteuer mit von der Partie!!!).

Ich wollte den Kids etwas cooles mit auf die Reise geben, wusste aber dass Platz ein kostbares Gut ist bei 6 Personen inkl. Campingzubehör. So entstand die folgende Idee:

  • Ich habe für jedes Kind eine kleine Tasche vorbereitet.
  • Jede Tasche enthält 10 Couverts.
    • 5 Couverts mit einem Zelt darauf
    • 5 Couverts mit einem Auto darauf
  • Wie du auf den Tüten siehst, ist jede mit einem anderen Autobild beklebt – passend zum jeweiligen Kind. So entsteht ganz sicher keine “Verwechslungsgefahr” – man weiss ja nie bei Geschwistern:-)
  • Jedes Kind hat auch sein persönliches Zeltbild, das jeweils ein wenig zu ihrer/seiner Persönlichkeit passt.

Die Idee ist die folgende:

Jedes Kind darf selbst entscheiden wann und wieviele Couverts es öffnet. D.h. es kann alle auf einmal öffnen und während dem Rest der Reise keine Überraschungen mehr haben oder immer wieder mal eins nehmen – das bleibt jedem selbst überlassen.

Allerdings gibt es EINE Bedingung! Die Couverts mit einem Auto darauf dürfen nur während der Fahrt im Auto geöffnet werden – Vorzugsweise bei akuter Langeweile.
Die Couverts mit einem Zelt darauf dürfen nur geöffnet werden, wenn sie auf dem Campingplatz sind.

Der Inhalt ist mehr oder weniger bei allen Kindern gleich, bzw. ein wenig ihrem Alter und Geschlecht angepasst:

  • In den Zeltumschlägen steckt immer ein bisschen Geld, 1-2 Euro für ein Eis oder auch zum Sparen um etwas grösseres zu kaufen (das kann man ja während der Fahrt nicht so gut gebrauchen, darum ist es in den Zeltumschlägen).
  • In den Autoumschlägen ist bei jedem Kind in einem Couvert etwas Spezielles, z. B. ein Wasserball, ein Reisetagebuch, ect. Ansonsten sind Rätsel, Bilder zum ausmalen, Ratespiele für Unterwegs, etc. darin.

Die Zusammenstellung dieser Überraschungspakete war eigentlich ein schnelles Kinderspiel. Ich habe im Internet Malbuchbilder ausgedruckt, Rätsel oder Sudokus für Kinder gesucht und gedruckt, Reisespiele in Papierform gefunden oder für die Älteste eine Anleitung wie man das Alphabet mit den Fingern zeigen kann.

Die Bilder der Autos und Zelte habe ich auch im Internet gefunden indem ich in der Suchleiste Auto, bzw. Zelt eingegeben habe, und dann oben auf “Bilder” geklickt habe. Mit einem Rechtsklick auf der Maus habe ich die “Grafik kopiert” und in eine Worddatei eingefügt und ausgedruckt, ausgeschnitten und auf die Umschläge, bzw. Tüten geklebt.

Das war schon der ganze Zauber. Ich hoffe, die Kinder haben ein bisschen Freude an ihren Wundertüten und noch viel mehr an der grossen Sommerferienreise.

Im Zuge dessen habe ich mich daran erinnert, wie ich als Kind mit meinen Eltern und meinem jüngeren Bruder jeweils nach Südspanien in die Ferien gefahren bin.

Vor 30 Jahren waren diese Türfächer wohl noch nicht serienmässig… aber mein kleiner Bruder hatte offensichtlich Spass bei dieser wichtigen Aufgabe mitzuhelfen um unseren 1er Golf reisetauglich zu machen.

Wir haben unser Lager inkl. Kajak, Tisch, Stühlen, Luftmatratzen, grossem Zelt, Spielsachen, Grill, Campingkocher und Essen für 2 Wochen auf einem Campingplatz aufgebaut und die Sonne und den Strand genossen.

Zum Schluss noch der absolute Kracher, wie ich finde. Da soll nochmal einer sagen, sein Auto wäre zu klein für was auch immer. Heute werden kaum mehr so kleine Autos hergestellt obwohl wir alles und noch mehr dabeihatten:-)

Ich habe das Reisen immer geliebt auch wenn wir meist ca. 24 Stunden durchgefahren sind. Wir hatten Bücher, Kassetten und Spielsachen dabei. Gute Laune sowieso denn wir konnten es kaum erwarten endlich auf dem Campingplatz unser provisorisches zu Hause aufzustellen um dann 2 Wochen lang am Strand zu spielen.

Wie hältst du deine Kinder beim Reisen bei Laune, bzw. was hat dir damals als Kind Spass gemacht beim Reisen? Lass es uns unten im Kommentarfeld wissen!!!

Deine,