Arbeitszimmer / Gästezimmer

Arbeitszimmer / Gästezimmer

Bei meinem letzten Projekt habe ich einer Frau dabei geholfen, ein riesiges Zimmer neu zu gestalten.

Es diente als Gästezimmer, Büro, Lernecke und sollte auch ein Rückzugsort zusätzlich zum Wohnzimmer sein.
Als Studentin verbringt meine Kundin relativ viel Zeit in diesem Raum mit Lernen, hat sich aber nie wirklich wohl gefühlt.
Auch fehlte ihr eine praktische Ablagefläche, um regelmässig genutzte Bücher griffbereit zu haben. So blieben oft Lehrbücher auf dem Tisch liegen, was es dann für ihren Mann schwierig machte, den Raum als Büro zu nutzen.

Wir haben beide Regale  komplett ausgeräumt und wie immer in drei Kategorien eingeteilt:

  • behalten
  • verschenken/verkaufen
  • entsorgen

Zum Schluss hatten wir drei Bananenschachteln voller Bücher weniger. Die verbliebenen Bücher konnten einreihig, statt wie vorher doppelreihig, ins Regal eingeräumt werden.

Die Idee, das schwarze Regal als Raumteiler zu nutzen, um ein kleines Gästezimmer abzutrennen ist grundsätzlich gut. In diesem Fall haben wir aber gemerkt, dass es den Raum für ihre Bedürfnisse nicht optimal nutzt.
Dafür dass das Gästebett nur sehr selten genutzt wird, nimmt es einen beträchtlichen Teil des Raums weg und schafft diese dunkle Ecke, die man als erstes sieht, wenn man den Raum betritt.

Ich versuche immer so viele Informationen wie möglich von meinen Kunden zu bekommen wie die einzelnen Dinge im Raum genutzt werden, was ihnen fehlt, wo sie sich wohlfühlen und wo nicht. Das hilft mir, Ideen vorzuschlagen, die genau auf die Bedürfnisse meiner Kunden angepasst sind.

Den Schreibtisch in der Ecke haben wir in den Keller gestellt, da sie lieber am runden Tisch arbeitet. Auch das kleine Regal in der Ecke des “Gästezimmers” wurde ausgemustert, da es praktisch leer war.

Nachdem wir die Möbel umgestellt haben, ist ein grosser, heller, luftiger Raum entstanden.

Wenn es meinen Kunden recht ist, lasse ich mich ganz am Anfang einmal durch die ganze Wohnung und den Keller führen. Das gibt mir einen Überblick, um ggf. das eine oder andere Möbstück in einen anderen Raum zu stellen und die Leute erzählen oft auch zu diesem oder jenem etwas. So auch bei dieser Kundin. Sie hatte erwähnt, dass sie sich einen Ohrensessel wünscht für das Lernzimmer, bis jetzt aber noch keinen gefunden hat. Beim Rundgang durch ihre Wohnung kommentierte sie einen Sessel im Wohnzimmer, der eigentlich nie genutzt wird.

Als wir dann das Lernzimmer umgestellt hatten, kam mir die Idee, den ungenutzten Sessel vom Wohnzimmer als vorübergehenden Ersatz des noch nicht vorhandenen Ohrensessels ins Lernzimmer zu stellen (hat irgendjemand den Faden in diesem Satz verloren?!?!?!?:-) ).

So oft stelle ich fest, dass meine Kunden ganz viele Dinge schon haben, von denen sie meinen sie fehlten ihnen, nur weil sie am falschen Ort stehen.

Das Gästebett haben wir in die Ecke gestellt wo es einerseits als Bett, andererseits zu einem Sofa umfunktioniert werden kann. Meine Kundin wird es entsprechend beziehen, bzw. einen Überwurf oder ähnliches finden damit es gemütlich wirkt.

Das Regal ist aussortiert und bietet nun Platz für all die Bücher, die immer auf dem Tisch herumlagen da sie kein zu Hause hatten.

Ein luftiger Multifunktionalraum ist entstanden in dem meine Kundin am Schreibtisch arbeiten kann, im Sessel oder auf dem Sofa lesen oder im Raum auf und ab gehen kann, um Dinge auswendig zu lernen.

Ihrem Mann bleibt genügend Platz, um seine gelegentlichen Büroarbeiten zu erledigen und Gäste finden ein gemütliches Gästezimmer vor.

Hier noch einige Vorher – Nachher Bilder:

Zum Schluss haben wir noch ganz schnell eine klitzekleine Verbesserung an ihrem Abstellraum vorgenommen.

Der Abstellraum befindet sich unter der Treppe und somit ist die Raumbreite nur so breit wie eine Treppe.
Die Bilder sind so schlecht, weil ich mich nicht besser in den kleinen Raum stellen konnte.
Jeder Stauraum ist Gold wert, wenn er so gut wie möglich ausgenützt wird. Um z. B. ein Putzmittel aus dem Regal zu nehmen musste sie vorher immer zuerst andere Putzmittel wegnehmen, um an das gewünschte Produkt zu gelangen. Indem wir alles in Klarsichtboxen gepackt haben, kann sie wie bei einem Schubladensystem einfach die entsprechende Box herausziehen und von oben genau das rausnehmen was sie braucht ohne andere Sachen wegschieben zu müssen.

Welcher Bereich in deiner Wohnung ist dir ein Dorn im Auge? Pack ihn an und verändere etwas – es ist dein Zuhause, in dem du dich wohlfühlen solltest!
Wenn du Hilfe dabei brauchst, darfst du mich gerne kontaktieren.

Eine schöne, organisierte Wohlfühlwoche wünscht dir,

Büro-Ordnung und Recyclingschrank

Büro-Ordnung und Recyclingschrank

Letzte Woche hatte ich einen spannenden Einsatz, um Ordnung in ein privates Büro zu bringen.

Jeder Auftrag ist wie eine Wundertüte für mich. In diesem Fall habe ich mich darauf eingestellt ein Büro umzuräumen und neu zu ordnen – dass dabei gleich noch ein neuer Putz- und Recycling Schrank im Flur entstehen würde, haben weder die Kundin noch ich geahnt…

… aber seht am besten selbst!

Die rechte Seite des Raums ist das Büro der Mutter, auf der linken Seite der Bürobereich ihrer Tochter.

Dieses Büro ist ein relativ grosses Projekt gewesen und zu viel für einen Tag.

Ich nehme mir mit meinen Kunden immer einen kleinen abgegrenzten Bereich nach dem anderen vor. Am liebsten starte ich mit dem kleinsten und einfachsten Bereich. So sieht man ganz schnell ein kleines Erfolgserlebnis und ist nicht gleich völlig überwältigt von der Flut an Unordnung.

Diesen Schrank (Bild rechts) habe ich als ersten Bereich ausgewählt, da er ohnehin bereits fast leer war.

Meine Kundin hat ihn bis anhin als Putzschrank benutzt, in der linken Schrankseite wurde auch der Staubsauber verstaut. Ich habe ihr einen Gegenstand nach dem anderen rausgegeben und sie hat sie in unsere drei üblichen Kategorien einsortiert:

  • entsorgen
  • an einem anderen Ort versorgen
  • verschenken, verkaufen

Wie man auf dem Bild sieht, ist der Putzartikelanteil verschwindend klein, lediglich das zweitoberste Regal auf der rechten Seite sowie das Regal links oben und der Staubsauger sind Putzsachen.

Wir habe ein wenig diskutiert ob es tatsächlich Sinn macht, so viel Platz im Büro für einen Putzschrank zu verschwenden oder ob es nicht sinnvoller wäre, ihn im zentral gelegenen Flur hinzustellen und ihn ggf. mit anderen Sachen zu bestücken, die auch im entfernteren Sinn in diese Kategorie gehören.

… das ist daraus entstanden

Der Schrank steht jetzt im Flur (leider konnte ich ihn nicht frontal aufs Bild bringen wegen zu wenig Platz, sorry!).
Ein Staubsauger braucht nicht sehr viel Platz! Man kann das Rohr abnehmen, und bei den meisten Staubsaugern kann man auch die Länge des Saugrohrs verkleinern, indem man ihn zusammenschiebt.

Die Putzmittel haben wir in eine Plastikbox gestellt, um ein Schubladensystem zu schaffen. Mit der Boxen-Methode kann auf die ganze Regalfläche zugegriffen werden ohne durch alle einzelnen Flaschen wühlen zu müssen.

In den oberen Regalen links haben wir mehrere Boxen genommen und in einzelne Kategorien eingeteilt: Schrauben und Nägel, Werkzeug, Glühbirnen, Staubsaugerzubehör, etc. Jede Box wurde mit dem exakten Inhalt beschriftet damit man schnell findet wonach man sucht und vor allem damit man nicht in Versuchung kommt etwas einfach wahllos irgendwo hineinzuwerfen wo es nicht hingehört und wo man es auch nicht wieder findet.

In der Mitte oben haben wir eine Box für alte Batterien, sowie ihr Fensterputzgerät eingeräumt, die Zeitschriften unten werden noch verschenkt.

Die rechte Seite entstand ganz plötzlich aus einem Blitzgedanken heraus. Bis jetzt hatte sie in der Küche Boxen für Recycling-Sachen, die unnötig Raum wegnahmen und einfach nicht sonderbar attraktiv aussahen. Wir haben Klappboxen gekauft die genau die Regalflächen ausfüllten und für Altpapier, Karton, Glas, Pet und Altkleider eingerichtet. So ist der Abfall schön versorgt und trotzdem an einer zentralen Stelle gelagert.

Als nächsten Bereich haben wir uns diesen kleinen Schreibtisch vorgenommen.

Zum Schluss war alles entsorgt oder anderweitig versorgt und der Schreibtisch konnte auf den Dachboden gebracht werden. (Wir konnten jetzt schon zwei grosse Möbelstücke entfernen ohne Verlust von Stauraum!)

Als nächsten Schritt haben wir dieses CD Regal ausgeräumt und entfernt. Das Bücherregal wurde ausgemistet und an eine andere Stelle gestellt.

Das Büchrregal fand sein neues Zuhause im Bürobereich der Mutter wo es viel mehr Sinn macht, dafür wurde eines der Schubladenschränke (wie das unter dem Drucker) in ihr Bastelzimmer gestellt.

Nun haben wir uns allen Regalen und Schubladen an der pinken Wand gewidmet. Eins nach dem anderen wurde ausgeräumt und in die drei Kategorien eingeteilt. Das was am Schluss übrig blieb, haben wir nach Themen sortiert wieder eingeräumt. Schubladen und Fächer wurden beschriftet, damit auch hier die Versuchung etwas falsch zu versorgen, gar nicht erst aufkommt.

Danach sah es dann so aus, auch hier haben wir jede Menge Platz gewonnen.

Zum Abschluss räumten wir noch ihren Schreibtisch auf.

… mit diesem Ergebnis:

Das wärs schon wieder gewesen. Zum Schluss gibt’s wie immer noch einige Vorher-Nachher Bilder…

Zu zweit haben für dieses Projekt 6 1/2 Stunden gebraucht, der Bereich ihrer Tochter ist noch ausstehend.

Hoffentlich findest du ein wenig Inspiration in diesem Post für dein Büro oder den Recycling-Schrank.

Ich freue mich immer über Feedback darüber, was du selbst daraus gemacht hast! Aber auch deine Wünsche worüber ich mehr oder weniger schreiben soll, sind sehr willkommen!!!

Bis zum nächsten Mal!

Deine,

Büro/Werkstatt-Container neu organisiert

Büro/Werkstatt-Container neu organisiert

Kürzlich habe ich einem jungen Mann dabei geholfen, seinen Container aufzuräumen und ein neues Ordnungs-System zu schaffen.
Er ist Handwerker und hat einen kleinen Container, in dem sein Büro untergebracht ist sowie eine Werkbank, an der er regelmässig arbeitet. Auch lagert er den grössten Teil seiner Werkzeuge in diesem Raum.
Von Natur aus ist er ein ordnungs-liebender Mensch aber unter der grossen Arbeitslast sowie der schwierigen Kombination von Büro und Werkstatt im selben Raum, hat sich mit der Zeit ein kleines Chaos eingeschlichen. (mehr …)