Ordnung in der Küche

Ordnung in der Küche

Diese Woche habe ich während 3 1/2 Stunden einer Kundin dabei geholfen ihre Küche neu zu ordnen.

Ihre relativ alte Einbauküche verfügt nur über Schränke, leider sind keine grossen Schubladen oder Apothekerschränke vorhanden. Dadurch schleicht sich immer wieder Chaos und Unordnung in die Schränke, was meine Kundin sehr stört. Als leidenschaftliche Köchin hat sie zwar den grössten Teil ihrer Kochutensilien, Geschirr und Zutaten am rechten Ort verstaut damit sie alles in der Nähe griffbereit hat beim Kochen. Aber innerhalb der Schränke fehlte ihr ein System um schnell und mit Übersicht die gesuchte Zutat oder das entsprechende Geschirr zu finden. Auch war der Platz in den Schränken nicht optimal ausgenutzt.

Dieser Schrank dehnt sich auf die rechte Seite noch ca. 50 cm weit in die Ecke hinein – das ist oft verlorener Platz da man sehr schlecht an die Sachen herankommt, die dort hinten landen.

Man “verliert” Dinge in diesem Bermudadreieck und kauft in der Folge manchmal Sache doppelt, da man sie nicht mehr findet.

Es war immer schwierig an die Lebensmittel heranzukommen da man jedes Mal die vorderen Packungen herausnehmen musste um zu sehen was in der hinteren Reihe steht. Sehr unpraktisch wenn man am Kochen ist und schnell eine Zutat finden muss.

Dieser Schrank wirkt ein wenig unruhig weil die Gläser, Tassen, Schalen nicht nach Art oder Farbe sortiert sind.
Es ist einfacher z. B. schnell 4 passende Tassen zu finden wenn sie direkt beieinander stehen.

Dieser Schrank ist über dem Kühlschrank, also relativ schwer zugänglich, vor allem in die Tiefe hinein. Auch ist ganz viel leerer Platz in der oberen rechten Ecke den man wesentlich besser nutzen könnte.

Auch dieser Schrank dehnt sich rechts relativ weit um die Ecke und ist durch die schmale Türe sehr schlecht nutzbar (ausser man ist so winzig wie ich und kann gerade noch mit Kopf und einem Arm hineingreifen um die Regalstützen  ganz hinten in der Ecke zu verändern…).

Ich sehe den Tag kommen an dem eine Kundin die Feuerwehr rufen muss weil ich in irgendeinem Schrank feststecke da ich in der hintersten Ecke noch etwas rausholen wollte…
Falls Du mal lange Zeit nichts mehr von mir zu lesen bekommst, war die Kundin wohl nicht zufrieden mit meiner Arbeit und hat mich im Schrank stecken lassen 🙂
o.k. Tina, konzentrier’ dich wieder! Dies ist ein SEHR ERNSTHAFTER Blog!!!

vorher

Auch hier ein unvollständig genutzer Schrank mit viel Potenzial, um Dinge ordentlich und griffbereit zu verstauen.

Da in diesem Fall die grundsätzliche Aufteilung der Schränke für die Kundin Sinn macht, mussten wir nicht die komplette Küche umräumen. Daher haben wir uns einen Schrank nach dem anderen vorgenommen.

Wir haben alles ausgeräumt und auf dem Küchentisch sortiert. Bei dieser Kundin wurde kaum etwas ausgemistet, da sie wirklich nur Dinge besitzt, die sie auch nutzt.

Anschliessend haben wir den Platz und die Bedienbarkeit der Schränke optimiert mit Hilfe von transparenten Samla Boxen von IKEA in unterschiedlichen Grössen.

Der Schrank über dem Kühlschrank wird jetzt grösstenteils ausgenutzt.

Durch die Benützung von Boxen schafft man ein simples Schubladensystem.

Da die Boxen transparent sind, sieht man gleich was darin verstaut ist. Ein weiterer Vorteil ist, sie sind auswaschbar, was vorallem bei der Lebensmittellagerung wichtig ist.

Die Nahrungsmittel wurden gruppiert in Boxen verstaut und beschriftet.

Meine Kundin, die nicht so gross ist, kommt jetzt auch gut an den Inhalt der höher gelegenen Regal dran, da sie einfach die Box herunterzuheben braucht, um dann das entsprechende Produkt herauszunehmen.

Oft vergisst man, dass Regale in den meisten Fällen in der Höhe verstellt werden können.

Wir haben uns das zu Nutzen gemacht und somit den Platz optimiert, um mehr Höhe für die Weingläser zu gewinnen und dafür bei den kleinen Gläschen an Platz zu sparen.

Ganz oben ist eine Box mit leeren Einmachgläsern, die so komplett runtergenommen werden kann, wenn die Kundin Marmelade einkocht.

Wir haben im unteren Regal die Sommer-Picknick-Sachen zusammengepackt und nach hinten gestellt.

Wenn meine Kundin dann mal etwas davon braucht, kann sie einfach die ganze Box rausnehmen und hat alles beisammen.

Tupperbehälter können gut ineinander gestapelt, die Deckel der Grösse nach aufgestellt werden.

Hat man alles in einer Schublade oder Box, bleiben die Deckel auch gut stehen.

Hier haben wir in der toten Ecke rechts den Platz ausgenutzt, indem wir eine Box für Einmalgeschirr geschaffen haben. Diese kann bei Bedarf aus der Ecke geholt werden.

Die Frühstücksaufstriche etc. können nun in einem Schwung herausgenommen werden. Daneben hat in der Ecke noch eine Box mit Dessert-Backzutaten Platz.

Teebeutel müssen nicht immer in ihrer halbvollen Schachtel aufbewahrt werden… die einzeln verpackten Teebeutel können auch alle zusammen in einer Teebox gelagert werden, das spart Platz.

Wenn die Regale, bzw. Boxen genau beschriftet werden, ist die Versuchung viel geringer, Dinge einfach irgendwo hineinzustopfen wo man sie beim nächsten Mal nicht mehr findet.

Auch wissen andere Familienmitglieder wo etwas zu finden ist, bzw. wo es hingehört.

Wenn kein Gewürzregal vorhanden ist, leisten auch hier kleinere Boxen gute Dienste.

Zum Schluss haben wir uns noch den Putzschrank in der Küche vorgenommen.

Auf dem Bild sieht man sehr schön, wie viel leerer Platz vorhanden ist aufgrund der Höhe und den fehlenden Regalen.

Im zweitobersten Regal, rechts auf der weissen Kiste und in der Kiste sind Papier- und Plastiktüten.

Wir haben alle Tüten auf eine übersichtliche Menge reduziert und sie schön zusammengefaltet in eine Box senkrecht hineingestellt (Regal unter den Küchenrollen).

Das Thema Plastiktüten-Aufbewahrung ist in fast jedem Haushalt ein Dauerbrenner, ich habe einen eigenen Post nur diesem Thema gewidmet, hier.

In der Box unter den Plastiktüten ist nun eine Kiste in der wir Putzlappen senkrecht hineingestellt haben, leider habe ich verpasst ein Foto davon zu machen.

Putzmittel mit Sprühvorrichtung können gut am Rand des Regals aufgehängt werden um schnell greifbar zu sein und um wertvollen Regalplatz zu sparen.

Die grosse weisse Box rechts unten ist jetzt das Zuhause der Kartonage, darüber ist eine Altpapierkiste. In der hängenden Stofftasche wird altes Brot gesammelt.
Unten links haben wir am Schluss noch den Putzeimer hineingestellt.
An den oben befestigten Hacken können weitere Säcke aufgehängt werden um z. B. Dosen zu sammeln.

Puh, das war ein langer Beitrag…..! Ich hoffe aber Du kannst davon profitieren und Dir ein paar Tipps für Deine Küche holen.

Gerne komme ich auch persönlich bei Dir vorbei und unterstütze Dich aktiv bei jeglichen Ordnungs- oder Entrümpelungs-Projekten. Melde Dich einfach bei mir, ich helfe Dir gerne!

Nun wünsche ich Dir einen tollen Wochenstart (ich spüre langsam den Frühling anrücken!!!) und bis zum nächsten Post.

Herzlichst,

Eine grosse Aufgabe = viele kleine Aufgäbchen

Eine grosse Aufgabe = viele kleine Aufgäbchen

Wie gehst du mit grösseren Aufräum- / Putzaktionen um?

Graut es dir bereits Tage, Wochen, Monate vor dem grossen Tag? Raubt dir die Vorstelleung deine Küche auszuputzen den Schlaf? Gehst du lieber 100 mal mit Nachbars Dackel gassi anstatt den Keller auszumisten? Denkst du darüber nach, die Abstellkammer anzuzünden anstatt sie aufzuräumen? Und anstatt deine Besitztümer vor dem grossen Umzug auszusortieren packst du den ganzen alten Krempel in Bananenkisten und zügelst es zum drittenmal.
(Ich habe Toni diese Sätze gerade vorgelesen und gefragt ob sie sehr weiblich klingen. Seine Antwort: „Ja, VOLL!“ Ich sag, „Oh je, wie muss ich es denn sagen damit es Männer anspricht?“ Tonis Antwort hierzu:

Wänd es Buff häsch, dänn muesch s’grossi Buff in vieli chlini Projekt ufteile.

Ja dann halt so.

Eine grosse Aufgabe (die zudem nicht zu unseren Hobbies gehört) verliert seinen Schrecken indem man sie zuerst in viele kleine überschaubare Aufgaben herunterbricht.

Deshalb habe ich heute 17 Minuten und 47 Sekunden meiner Zeit investiert um ein Aufgäbchen eines grossen Projekts abzuhaken: Ich habe die Besteckschublade in der Küche ausgeputzt.

Ich habe alles ausgeräumt und sofort aussortiert was nicht dort hinein gehört oder weggeworfen werden kann…

… mich darin bestätigt gefühlt, dass es tatsächlich wieder mal nötig war kurz durchzuwischen (grosse unförmige Dinge wasche ich immer in der Badewanne anstatt im Spülbecken damit es keine grosse Überschwemmung gibt) …

… zum Schluss habe ich alles wieder schön eingeräumt …

… und mich sehr gefreut, dass ich inkl. Fotografieren nach 17:47 Minuten bereits fertig war!

Somit konnte ich mich mit einem guten Gewissen etwas getan zu haben aufs Sofa legen und ein Buch lesen (was sonst könnte man bei diesem Regenwetter tun????).

Vorhin hat mich gerade eine Freundin gefragt ob ich die Sachen auch selbst mache, über die ich schreibe:

Ja klar! Was denkst du denn? Ich mache das doch alles auch für mich, der Druck steigt beträchtlich an, wenn man es öffentlich im Internet postet!!!

So meine Liebe, das wars für heute.

Deine,

P. S. Nicht vergessen: Jeden Wochentag Abends FÜNF Dinge wegräumen, die dich nerven und die nicht an ihrem Platz stehen:-)

(Für diejenigen die jetzt nicht checken worum es geht – folg mir auf Facebook – dann ist auch dir alles klar!